Zum Potenzial diskurssemantischer Analysen für Mixed-Methods-Ansätze

Janina Wildfeuer/John A. Bateman
12.09.2018, 14.00 Uhr-14.20 Uhr, S06 XX, Symposium III

Der Vortrag möchte Diskurssemantik als methodologische Präzisierung eines allgemeinen diskurssemiotischen Ansatzes und als grundlegende Voraussetzung für die Kombination qualitativer und quantitativer Analysen multimodaler Artefakte diskutieren.

Der Trend zu immer größeren interdisziplinären Verbünden, auch über die Geisteswissenschaft hinaus, und die damit einhergehenden methodischen Erweiterungen, Anpassungen und Neumodellierungen von Methodeninventaren in Disziplinen der Linguistik, Kommunikations- und Medienwissenschaften führt zu einer zugleich produktiven wie heterogenen Arbeitslandschaft, für die es theoretisch und methodisch stabile Forschungsumgebungen aufzubauen gilt. Welches Potenzial der Bereich der Diskurssemantik hierfür aufweist, soll im Vortrag erarbeitet werden.

Hierfür wird zunächst mit Blick auf theoretische und analytische Grundlagen der Methodik der Diskurssemantik ihre Funktion als Schnittstelle zwischen linguistisch-semiotischer Text- und Diskursanalyse und anderen diskursorientierten Ansätzen aus der kultur-, sozial- und medienwissenschaftlichen Forschung beleuchtet werden. In einem weiteren Schritt muss dann auch die Anschlussfähigkeit und Übertragbarkeit der Methode an und auf computergesteuerte und korpusbasierte Analysen überprüft werden, was mithilfe von kurzen Beispielanalysen der Bedeutungskonstruktion in multimodalen Artefakte geschehen soll.