Transdisziplinäre Fachsprachenlinguistik

Kristina Pelikan/Sophia Marie Seemann
13.09.2018, Poster-Session

Die Fachsprachenlinguistik beschäftigt sich unter Bezugnahme auf sprachwissenschaftliche Kernkompetenzen auf vielfältige Art und Weise mit Fragestellungen rund um fachliche Interaktion in unterschiedlichsten Kommunikationssituationen. Die Disziplin verfügt über Methoden zur Lösung von konkreten Problemen in Theorie und Praxis: Leider sind einerseits diese Methoden in der fachkommunikativen Praxis weitgehend unbekannt, andererseits sind die praktischen Anwendungsmöglichkeiten dieser Methoden nicht allen Fachsprachentheoretikern bewusst. Somit fehlt der Fachsprachenlinguistik teilweise der Bezug zu genau den Problemen, zu deren Lösung sie beitragen könnte. Dies führt in der Konsequenz zu einer mangelhaften Überprüfung der Methoden, was wiederum für die Weiterentwicklung des Fachs essentiell wäre.

Wir schlagen daher einen transdisziplinären Ansatz (Klein 2004) vor: Transdisziplinarität als Interaktion zwischen Wissenschaft und Praxis verstehend, soll dieses Poster nicht nur einen Einblick in transdisziplinäre Forschung der Fachsprachenlinguistik geben, sondern auch die direkte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis darstellen. Basierend auf konkreten Beispielen soll die transdisziplinäre Methodik (Jahn 2008; Carew/Wickson 2010) gezeigt und zur Entwicklung linguistisch fundierter Lösungen angewandt werden. Führen die gewählten Modelle und Methoden der Linguistik zum Ziel? Besteht Überarbeitungsbedarf?

 

Literatur
Carew, Anna L./Wickson, Fern (2010): The TD Wheel: A heuristic to shape, support and evaluate transdisciplinary research. In: Futures 42, 1146–1155.

Jahn, Thomas (2008): Transdisziplinarität in der Forschungspraxis. In: Bergmann, Matthias/Schramm, Engelbert (Hg.): Transdisziplinäre Forschung. Integrative Forschungsprozesse verstehen und bewerten. Frankfurt/New York: Campus Verlag, 21–37.

Klein Thompson, Julie (2004): Prospects for transdisciplinarity. In: Futures 36, 515–526.