Öffentliche Diskurse in digitalen Medien

Symposium im Rahmen des GAL-Kongresses 2018

Leitung: Eva Gredel (Mannheim)

Das Verständnis des Internets hat sich durch neue digitale Plattformen (z.B. Facebook, Twitter und Wikipedia) in den letzten 20 Jahren grundlegend gewandelt: Die Auffassung des Internets als virtuelle Welt wurde in den 2000er Jahren durch das Bild des Resonanzraums sozialer Realitäten abgelöst. Zuletzt hat sich die Auffassung verbreitet, dass im Social Web durch Interaktion verschiedenster Akteure soziale Wirklichkeiten konstruiert und verändert werden. Diese Sichtweise hat sich bereits in verschiedenen gesellschaftlichen Domänen niedergeschlagen und über Begriffe wie Liquid Democracy oder Crowdfunding Eingang in gesamtgesellschaftlich relevante Diskurse gefunden. Dabei entstanden neue digitale Öffentlichkeiten, in denen neue Formen der Partizipation aufkommen und NutzerInnen ihre Inhalte selbst generieren (User-Generated-Content). Internet-Phänomene bzw. digitale Praktiken in den beschriebenen alternativen Öffentlichkeiten wie Shitstorms und Trolling, Hate Speech und Selfies oder die virale Verbreitung von Memes sind Ausgangspunkte für digitale Diskurse, die hohe Reichweiten erlangen und auch in nicht-digitalen Medien verhandelt werden. Diese Entwicklungen machen digitale Interaktion zu einem besonders interessanten Gegenstandsbereich für sprachwissenschaftliche Diskursanalysen.

Ziel des Symposiums „Öffentliche Diskurse in digitalen Medien“ ist es, diesen oben beschriebenen Gegenstandsbereich in den Fokus diskurlinguistischer Arbeiten zu rücken und dabei Charakteristika von Diskursen in digitalen Medien systematisch zu beschreiben. Mögliche Schwerpunkte der Vorträge im Symposium sind somit:

  • Multimodalität in digitalen Diskursen/ digitale Diskurse als semiotischer Komplex
  • Mehrsprachigkeit digitaler Diskurse und kontrastive Analysen digitaler Diskurse
  • Machtkonstellationen/ Institutionelle Aspekte digitaler Diskurse
  • Thematisierung digitaler Diskurse in Schule und Hochschule
  • Sprachliche Variation und Sprachwandel in digitalen Diskursen

Willkommen sind auch Beiträge, die einen methodischen bzw. methodologischen Schwerpunkt setzen und beispielsweise Tools und Ressourcen zur Analyse öffentlicher Diskurse in digitalen Medien thematisieren. Es können Vorträge nach herkömmlichem Muster – also 45 Minuten, hiervon 30 Minuten Vortragszeit, 15 Minuten Diskussion – angeboten werden. Die Arbeitssprache des Symposiums ist Deutsch.

Die Einreichung von Beitragsvorschlägen erfolgt über das Konferenzmanagementsystem ConfTool, das Sie über http://www.conftool.com/gal-2018/ erreichen. Bitte senden Sie Ihren Beitragsvorschlag NICHT, wie in den Vorjahren, per E-Mail an die GAL-Geschäftsstelle. Um einen Beitrag via ConfTool einzureichen, müssen Sie in ConfTool zunächst eine Benutzerkennung erstellen (Link „Neu anmelden“ auf der Startseite). Nach Anmeldung im System können Sie Ihren Beitragsvorschlag im System hochladen und dem gewünschten Symposium zuordnen. Nach Ende des Auswahlverfahrens werden Sie von den Symposiums-OrganisatorInnen darüber informiert, ob Ihr Beitrag angenommen wurde.

Die Frist für die Einreichung von Beitragsvorschlägen zum Symposium ist der 01.04.2018.

Eine Anleitung zur Anreichung von Beitragsvorschlägen via ConfTool finden Sie hier.

 

Dr. Eva Gredel (B.Sc.)

Seminar für deutsche Philologie

der Universität Mannheim

Germanistische Linguistik

Schloss, Ehrenhof West, Raum 253

D-68131 Mannheim

Tel.: 0621 181 2306