Metropole Ruhr – Immer im Wandel

Korteklippe, Baldeneysee
© Elke Brochhagen, Stadt Essen

Die Metropolregion Ruhr hat vieles zu bieten. Sie gehört weltweit zu den 40 größten Metropolen und gilt mit ihrer gut ausgebauten Infrastruktur und ihrer Bedeutung für Flugverkehr und Binnenschifffahrt als das am besten erschlossene Gebiet in Europa. Durch Technologiefortschritt und Wissen kann sich das Ruhrgebiet heute mit der höchsten Klinikdichte Deutschlands innerhalb einer Region und als beliebter Hochschul- und Wirtschaftsstandort behaupten. Gewachsen ist die Region an Kohle und Stahl, doch auch nach dem Ende der Bergbau-Ära ist das Ruhrgebiet eines der wirtschaftlich bedeutendsten Zentren Europas. Dabei wirkt es Vorurteilen würdevoll entgegen: Der "Pott" ist ganz und gar kein grauer Industriestandort mit hoher Schadstoff- und Lärmbelastung mehr – stattdessen sieht man Natur pur, zahlreiche Naherholungsgebiete und sattes Grün. Der beeindruckende Landschaftspark Duisburg-Nord beispielsweise und der Grugapark in Essen, aber auch der Duisburger Innenhafen und der Baldeneysee in Essen sind beliebte Ausflugsziele fernab von Stadtlärm und Smog. Überhaupt erinnern an die Vergangenheit des Ruhrgebiets als Hochburg der Schwerindustrie nur noch Denkmäler. Im Zuge des Strukturwandels hat sich die Metropole zu einem Bildungs-, Kultur und Wirtschaftszentrum mit einem starken Dienstleistungssektor entwickelt. Heute werden alte Industriestätten als Büroflächen, Räume für Kunst und Kultur oder Sport- und Freizeitzentren genutzt. Zeugnisse dieses Wandels findet man auf der etwa 400 Kilometer langen "Route der Industriekultur". Industrie und Kultur sind im Ruhrgebiet alles andere als Gegensätze. Die Zeche Zollverein in Essen etwa, die 1993 als letzte aktive Kokerei geschlossen wurde, ist heute UNESCO Welterbe und beherbergt in ihrer ehemaligen Kohlenwäsche das Ruhr Museum. Unter dem Motto "Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel" wurde der Stadt Essen stellvertretend für das Ruhrgebiet 2010 der Titel "Kulturhauptstadt Europas" verliehen.

Zeche Zollverein
© Klaus-Peter Prengel, Stadt Essen

Essen - eine Stadt der Superlative

Univiertel
© Klaus-Peter Prengel, Stadt Essen

Essen, die viertgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens und eines der Oberzentren der Ruhrmetropole, ist eine Stadt der Superlative. Seit 1972 ist sie Hochschulstandort und seit 2003 Universitätsstadt; heute gehört die Universität Duisburg-Essen zu den 10 größten deutschen Universitäten und wurde 2017 im Times Higher Education-Ranking mit Platz 13 der 200 besten Universitäten der Welt, die jünger sind als 50 Jahre, ausgezeichnet. Zahlreiche bekannte Großunternehmen und die größte deutsche Regionalzeitung, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), haben ihren Hauptsitz in Essen. Deutschlandweit beherbergt nur München mehr DAX-Konzerne als Essen. Die Stadt bietet ein attraktives Arbeitsumfeld; mit 43.000 Pendlern hat Essen mehr pendelnde Arbeitnehmer als jede andere Stadt in der Region. Dennoch ist Essen keineswegs nur eine Stadt für Pendler - auch leben lässt es sich in Essen gut. Der ringförmige Verkehr rund um das Stadtzentrum, der umfangreich erschlossene ÖPNV, ansprechende Einzelhändler und das mehrstöckige Einkaufszentrum Limbecker Platz haben Essen den Beinamen "die Einkaufsstadt" eingebracht. Freizeitangebote, wie zum Beispiel die "Lichtburg" mit dem größten Kinosaal Deutschlands, Kunst- und Kulturangebote, wie das Museum Folkwang, Opern- und Theaterhäuser, die Alte Synagoge als Begegnungsstätte zwischen Kulturen und Religionen, sowie die Grugahalle und die Messe Essen, machen die Stadt nicht nur für ihre 589.000 Einwohner attraktiv, sondern ziehen jährlich Millionen von Touristen nach Essen und in die Region. Die Stadt verzeichnet die höchsten Besucherzahlen im Ruhrgebiet – nicht zuletzt aufgrund ihrer Vielfalt sowie der Offenheit und Herzlichkeit, mit der die Essener ihren Besuchern und Neubürgern begegnen. Essen ist mehr als Kohle, Trinkhallen und Maloche. Essen ist vielfältig und bunt und sogar so grün, dass sich der aktuelle Titel "Grüne Hauptstadt Europas 2017" als weiterer Superlativ gut ins Essener Stadtimage einfügt.

Skyline der Stadt Essen
© Klaus-Peter Prengel, Stadt Essen