Sprachen – Kommunikation – Öffentlichkeit

Seit ihrer Gründung im November 1968 ist es das Kernanliegen der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL e.V.), Sprach- und Kommunikationshandlungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und der sozialen Interaktion zu untersuchen.

Im Zuge gesellschaftlicher Wandlungsprozesse hat die GAL kontinuierlich neue sprachliche Handlungsfelder für sich erschlossen. Gerade in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft, die zu einem tiefgreifenden Strukturwandel von Öffentlichkeit und kommunikativen Prozessen führt, ist eine theoretisch fundierte und dabei gleichzeitig praxisorientierte Analyse sprachlichen Handelns notwendiger denn je.

Dabei bündelt die GAL Initiativen, die sprachliches/kommunikatives Wissen nicht nur freilegen und beschreiben, sondern in die Gesellschaft zurückspiegeln: im Kontext von (institutioneller) Kommunikation in verschiedensten gesellschaftlichen Domänen (wie etwa Politik, Bildung, Verwaltung, Justiz, Gesundheitswesen etc.) sowie im Bereich des Wissenserwerbs und des Wissenstransfers.

Über die Grundlagenforschung hinaus geht es der GAL darum, ihre Erkenntnisse auch der außeruniversitären Öffentlichkeit zukommen zu lassen, damit die Gesellschaft daraus Nutzen ziehen kann.

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL e.V.) wollen wir mit dem gewählten Rahmenthema die Breite und Vielschichtigkeit einer sich als angewandte Wissenschaft verstehenden Linguistik abbilden, deren Bestreben es ist, zwischen sprachwissenschaftlicher Theorie und gesellschaftlicher Praxis zu vermitteln. Sprache(n), Kommunikation und Öffentlichkeit sind in einem solchen Verständnis untrennbar miteinander verbunden, und zwar aus zwei Perspektiven. Einerseits als Sprache/Kommunikation in der Öffentlichkeit, die die angewandte Linguistik in all ihren Facetten beschreibt und erklärt, andererseits als Sprache/Kommunikation für die Öffentlichkeit, ein Blickwinkel, der den Aspekt der Rückspiegelung der Forschungsergebnisse in die Gesellschaft betont.

Kongressstruktur

Der Kongress sieht zwei Veranstaltungsformate vor: Symposien und eine Poster-Session mit integriertem Poster-Slam.
 
Symposien diskutieren ausgehend von ausgewählten Fachvorträgen einen Schwerpunkt des Rahmenthemas. Die Auswahl von Symposien erfolgte durch ein Programmkomitee auf der Grundlage eines offenen "Call for Symposia". Die Auswahl von Beiträgen für die einzelnen Symposia erfolgte in einem zweiten Schritt durch die Symposiumsleiterinnen und -leiter auf der Grundlage individueller Aufrufe zur Einreichung von Beiträgen.
 
Informationen zu den für den Kongress ausgewählten Symposia und den darin vorgesehenen Einzelbeiträgen haben wir in der Rubrik "Programm" in einer Übersicht zusammengestellt.
 
Die Poster-Session umfasst 42 Posterpräsentationen, die auf der Grundlage eines "Call for Posters" ausgewählt wurden. Die Poster-Session findet am 13.09. in der Zeit von 14-18 Uhr statt und wird mit einem Poster-Slam eröffnet.
 
Abstracts zu den ausgestellten Postern haben wir in der Rubrik "Programm" in einer Übersicht zusammengestellt.